
Generation Praktikum – Mythos oder Massenphänomen?
Kolja Briedis, Karl-Heinz Minks (2007)
Aus der Methodikbeschreibung: „Die vorliegenden Befunde beruhen auf Vorabauswertungen der 1. Befragung des Absolventenjahrgangs 2005 (mit Abschluss im Wintersemester 2004/2005 und Sommersemester 2005). Die Befragung erfolgte im Jahr 2006 und wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH durchgeführt. Befragt wurde eine bundesweit repräsentative Stichprobe von Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen und Abschlussarten (nicht einbezogen wurden lediglich die Bundeswehr- und die Verwaltungsfachhochschulen). Insgesamt haben sich mehr als 12.000 Absolventen an der Befragung beteiligt, jedoch waren einige Fragebögen nicht verwertbar (z. B. weil die Befragung zu lückenhaft ausgefüllt wurde). Die Auswertungen beruhen deshalb auf insgesamt 11.786 verwertbaren Fällen, von denen diejenigen mit einen Bachelorabschluss für diesen Schnellbericht nicht berücksichtigt wurden.
Damit können nun erstmals bundesweit repräsentative Daten zum Thema Praktikum nach dem Studium vorgelegt werden.“
Zentrale Ergebnisse zur Lage in der Medienwelt: Zu den „praktikumsintensiven“ Branchen zählen neben den sonstigen Dienstleistungen vor allem die Bereiche Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie Kunst und Kultur sowie die Verlagswirtschaft. Diese drei Branchen weisen die größte Diskrepanz zwischen Berufswunsch und Berufswirklichkeit auf. Hier kommen auf einen erwerbstätigen Absolventen drei, die ein Praktikum machen. Mit anderen Worten: Zwei von drei Medien-Praktikanten haben schlechte Aussichten, später auch im Medien-Bereich angestellt zu werden.





