Generation Praktikum?
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Generation Praktikum?

Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen

Dieter Grühn, Heidemarie Hecht (2007)

Praktika nach dem Studium sind zum Normalfall geworden. Das geht aus einer Studie im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung hervor, welche die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Donnerstag, den ersten Februar 2007, in Berlin vorgestellt hat. 

Danach absolvieren 37 Prozent der Hochschulabsolventinnen und -absolventen ein Praktikum, 11 Prozent sogar ein zweites. Die Hälfte der Praktika ist unbezahlt. Durchschnittlich dauern die Praktika sechs Monate, zwei Drittel der Praktikantinnen und Praktikanten werden in dieser Zeit finanziell von ihren Eltern unterstützt. 40 Prozent müssen sich über einen Nebenjob finanzieren. 

Die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Arbeit fest in der Unternehmensarbeit eingeplant war, lediglich bei 32 Prozent stand das Lernen im Vordergrund. Nur rund ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen erhielt im Anschluss ein, wie auch immer geartetes, weiteres Beschäftigungsangebot.

Zahlen zur Lage in der Medienwelt: Die Praktikanten-Quote der Geistes- und Kulturwissenschaftler liegt um 15 Prozentpunkte höher als der Gesamt-Durchschnitt der Befragten aller Studienrichtungen. Auch was die Bezahlung betrifft, sticht die Branche „Kunst, Kultur, Medien“ unrühmlich hervor: 65 Prozent derjenigen, die in diesem Bereich ein oder mehrere Praktika absolvierten, wurden in mindestens einem Praktikum nicht bezahlt (Gesamt-Durchschnitt: 52 Prozent) –  eine Zunahme um 17 Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

Und auch in der Gruppe derjenigen, die für ihr Praktikum entlohnt werden, sind die Geistes- und Kulturwissenschaftler nicht gut dran: Mit durchschnittlich 400 Euro erhalten sie weniger als die Praktikanten aus allen anderen Studienfächern.

Quelle: Generation Praktikum?

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